Anfang Juni fuhren Jonathan, Kathrin (weitere Freiwillige bei PREDA) und ich, nach Puerte Galera in Mindore. Auch leider sehr bekannt bei PREDA, wegen der vielen missbrauche von Minderjährigen. Doch, der Ort ist auch für seine wunderschöne Unterwasserwelt bekannt. Wir machten dort vier Tage lang unsere erste Tauchlizenz.
Wenn man es geschafft hat jegliche Hindernisse zu überwinden, wie Theorieprüfung und sich selbst unter Wasser in den Griff bekommen hat, eröffnet sich eine fantastische zweite Welt. Die ganzen vielen leuchtenden Fische, die wunderschöne Vielfalt von Korallen und anderen Tieren die dort unten leben, ist atemberaubend.
Es ist ein sehr teures Erlebnis, doch es lohnt sich. Für die Menschen die es interessiert, wir bezahlten für einen SSI Open Water Dive Lizenz 15000 Pesos. In dem Paket waren 3 Pool Tauchgänge und 6 Meer Tauchgänge, plus Theorieprüfung und Lizenz enthalten. Wir waren bei einer lokalen Tauchschule untergebracht (von Filipinos geleitet) und ich habe mich super wohl dort gefühlt. Die Meisten anderen Tauchschulen werden dort von eingewanderten Amerikanern geleitet. Doch diese haben auf mich einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Wir hatten uns im Internet eine gute Tauchschule ausgesucht, dachten wir, doch es stellte sich heraus, dass diese mehr ein „Puff“ ähnelt. Der Tauchlehrer war total betrunken, es hat auf mich keinen vertrauenswürdigen Eindruck gemacht.
Ansonsten gibt es nichts neues von Arbeit zu berichten. Die meisten Freiwilligen sind abgereist, aber es sind schon wieder neue gekommen. Der Käfer ist jetzt fertig zum Lackieren und wir warten nur noch darauf, dass unsere Kollegen sich darum kümmern unsere benötigten Materialien einzukaufen. Es kommt noch dazu, dass viele Kollegen zeitweilig PREDA verlassen, weil sie sich auf ihre endgültigen Examen vorbereiten müssen. Schüler gehen für Monate in andere Gegenden, um sich dort 100% auf ihre Abschlussarbeit zu konzentrieren. Für diese Zeit wurden andere Mitarbeiter eingearbeitet, dies Zeit bedarf.
Man könnte nun sagen warum Kauft ihr denn nicht die Materialien ein, dass Problem in den Philippinen ist, wenn sie einen weißen Menschen in ein Geschäft begibt, probieren die meisten Verkäufer, ihm das Produkt zum doppelten Preis zu verkaufen. Das heißt, ich weiß nie wenn ich einkaufen will, ob ich gerade „übern Tisch gezogen werde“ oder nicht. Es hängen auch keine Preise wie bei uns an den Produkten. Man muss sich das so vorstellen, du stehst wie an einer „Pommesbude“ am Tresen und dahinter steht der Verkäufer. Dann kannst du ihn fragen ober er dein Ersatzteil hat und was es kostet.
Es ist ganz schön nervig, ständig im ungewissen zu stehen stimmt der Preis oder nicht, aber man bekommt so nach einer weile auch seien eigenen Tricks heraus wie man am besten damit umgeht.
Das Wetter ist sehr stürmisch geworden, es regnet sehr viel und es fängt langsam an mit Überschwemmungen. Soweit ich weiß, ist noch nichts schwerwiegendes passiert.
Außer Stromausfälle, aber diese sind Alltag.
Das war´s aus den Philippinen
Liebe Grüße
Steve Rüger

























